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Die Stochastik (bestehend aus Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik) ist in der Tradition des MatheÂmatikunterrichts wenig verankert. Sie spielt jedoch heute bei …
Die Stochastik (bestehend aus Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik) ist in der Tradition des MatheÂmatikunterrichts wenig verankert. Sie spielt jedoch heute bei gesellschaftlichen, politischen und individuelÂlen Entscheidungen oft eine bedeutende Rolle. In der Politik und in den Medien wird häufig statistisch argumentiert, WahrscheinlichkeitsĂĽberlegungen sind alltäglich. Es ist deshalb sinnvoll, in die Welt der Wahrscheinlichkeit einzutauchen, um damit einen angemessenen und kompetenten Umgang mit stochastischen Informationen zu erlernen.
Der Zufall ist aus dem Alltag bekannt. Dieses Kapitel knĂĽpft an die Erfahrungen aus GlĂĽcksspielen an. Untersucht werden die Regelmässigkeiten des Zufalls an bekannten Spielgeräten wie WĂĽrfeln, MĂĽnzen und Jasskarten. Aus den Alltagserfahrungen resultieren manchmal zutreffende Vorstellungen: «Wenn ich viele Male wĂĽrfle, kommt jede Zahl etwa gleich häufig vor. » Oft entstehen jedoch auch falsche VorÂstellungen: «Wenn ich intensiv an eine FĂĽnf denke, tritt sie auch eher auf. » Diese sogenannten Präkonzepte werden in der Aufgabengruppe 5 ĂĽberprĂĽft.
Die thematische Auseinandersetzung mit dem Zufall beginnt mit individuellen Vorstellungen. Wichtig ist es, falsche individuelle Vorstellungen von Zufall und Wahrscheinlichkeit zu erkennen, die Fehlvorstellungen zu thematisieren und so den Zugang zu korrekten Vorstellungen zu öffnen.
Zentrales Anliegen dieses Kapitels ist es, durch Experimente den mathematischen Begriff der WahrÂscheinlichkeit zu erfassen und zu verstehen. Die Wahrscheinlichkeit beschreibt die theoretische Chance eines bestimmten Ergebnisses im nächsten Experiment: «Die Wahrscheinlichkeit, im nächsten WĂĽrfelÂwurf eine gerade Zahl zu werfen, ist 50%. » Als Zugang zu diesem theoretischen Konstrukt der WahrÂscheinlichkeit wird ein Experiment viele Male durchgefĂĽhrt. Je öfter dieses Experiment durchgefĂĽhrt wird, desto mehr strebt der Anteil der verschiedenen Ergebnisse gegen deren Wahrscheinlichkeit
«Je mehr Würfelwürfe ich durchführe, desto stärker nähert sich der Anteil der geraden Zahlen 50%. »
Du sollst aber auch erfahren, dass bei einer kleinen Anzahl von Experimenten grosse Schwankungen auftreten können. Darum sind die Aufgaben oft so aufgebaut, dass man zuerst eine eigene kleine Serie von Experimenten durchfĂĽhrt. Beim Vergleichen der individuÂellen Serien zeigen sich grosse Schwankungen. Werden die einzelnen Serien häufig durchgefĂĽhrt, so sind die Schwankungen schon deutlich kleiner. Dynamische Simulationen fĂĽhren eine grosse Zahl von Experimenten schnell durch. Das Ausgleichen auf lange Sicht kann dabei noch besser beobachtet werden.
Solche Untersuchungen sind für den Aufbau von korrekten und tragfähigen Vorstellungen wichtig.
Course Currilcum
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- Z3K1_Mathematik_AP09_Kap5_Regelmaessigkeiten-des-Zufalls 00:00:00
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- Z3K1_Mathematik_AP09_Kap5_Regelmaessigkeiten-des-Zufalls_Arbeitsblaetter 00:00:00





